Spielend Hygienebewusstsein lernen – Teil 1

Kleine Kinder und freche, forsche Weltentdecker erleben die Umwelt mit all ihren Sinnen.

Sehen, riechen, schmecken, fühlen, hören – alles spielt bei der Erforschung der Umwelt eine Rolle.

Hygiene- und Gesundheitsbewusstsein dagegen fehlt anfangs, waschen ist oftmals nicht sehr beliebt.

Wie kann man also dafür sorgen, dass die kleinen Racker alles sinnlich wahrnehmen können, dennoch aber Keime und Bakterien beziehungsweise Ansteckungsgefahren minimiert werden?

Emma ist ein kleiner Sonnenschein. Das vierjährige Mädchen ist Utas voller Stolz, die zwei sind ein eingespieltes Team. Sie machen viele Auflüge, erkunden die Natur und lernen Flora und Fauna kennen.

“Wenn wir draußen im Freien sind, scheuen wir keinen Kontakt. Wir graben im Sand, wandern barfuß durch matschige Pfützen, klettern auf Bäume und riechen an Kräutern und Blumen“, berichtet Uta fröhlich.

Auch im Kindergarten ist Emma ein kleiner Wirbelwind, sie hat sich auf Anhieb gut mit ihren Spielkameraden verstanden.

„Emma und ihre Freunde sind schnell ein Herz und eine Seele geworden. Vor allem mit Susanna versteht sie sich blendend. Die beiden hängen so oft es geht beieinander“, erzählt Uta lachend.

„Emma ist von klein auf liebevoll erzogen worden. Umarmungen, kleine Küsschen und Berührungen gehören für uns einfach dazu. Abends kuscheln wir auch gerne im Bett. Ich lese ihr Geschichten vor, während sie sich an mich schmiegt.“

Dieses Verhalten überträgt Emma natürlich auch auf ihre Freunde. „Im Kindergarten sitzen sie oft eng zusammen. Sie umarmen sich. Susanna und Emma sind teilweise nicht voneinander los zu bekommen.“

Das macht Uta hin und wieder auch Sorgen. „Die beiden übernachten gerne bei dem jeweils anderen, schlafen in einem Bett. Aber sie sind keine Hygienefreaks, vor allem Händewaschen finden sie nicht so toll.“

Was also, wenn einer mal krank wird? Was wenn einer Keime mit nach Hause bringt?

„Wenn die beiden dann eng aneinander gekuschelt einschlafen, sich im Kindergarten umarmen oder einfach nur zusammen spielen, übertragen sich die Keime schnell auf den anderen.“

„Wenn Susanna krank ist, dauert es keine Woche, dann ist auch Emma krank.“ Uta ist schon ein bisschen ratlos.

„Ich habe Emma schon oft erklärt, warum es wichtig wäre, sich öfters die Hände zu waschen beziehungsweise warum sie Susanna nicht immer drücken sollte, gerade wenn sie krank ist. Doch das ist vergessen, sobald sich die beiden sehen“, erklärt Uta kopfschüttelnd.

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