Spielend Hygienebewusstsein lernen – Teil 2

Im ersten Teil unseres Artikels haben wir Ihnen Uta und Ihre vierjährige Tochter vorgestellt.

Die Sorgen, die Sie sich um die Gesundheit Ihrer Tochter macht, kann wohl jedes Elternteil nachvollziehen.

Wenn Sie Ihrem kleinen Weltentdecker spielende Hygienebewusstsein lernen wollen, wie auch Uta ihrem Engel, lesen Sie auch diesen Teil von Spielend Hygienebewusstsein lernen.

Hygiene- und Gesundheitsbewusstsein muss erlernt werden

Uta ergeht es mit dem Theman Hygiene wie vielen Eltern. Viele Kindern lieben es sich dreckig zu machen, wühlen gerne im Schlamm oder bauen matschige Burgen. Sie leben mit all ihren Sinnen.

Händewaschen, duschen, baden oder gar Zähne putzen sind lästige Aufgaben, viel zu zeitintensiv und machen fast nie Spaß.

Den Kindern bewusst zu machen, dass dies dazugehört und auch durchaus genossen werden kann, ist ein Lernprozess, der dauern kann.

„Als ich nicht mehr weiter wusste, hat mir mein Kinderarzt erklärt, das Ganze langsam anzugehen“, erzählt die besorgte Mutter.

„Ich habe zwanghaft versucht, Emma zum Waschen zu bringen, habe neben ihr gestanden, sobald sie sich die Zähne geputzt hat und kontrolliert, ob sie es richtig macht. Auch zum Händewaschen bin ich immer mitgegangen“, gibt Uta etwas beschämt zu.

„Ich war versessen darauf Emma zur Hygiene zu erziehen.“ Der Ansatz ist zwar löblich, doch kontraproduktiv. Durch Zwang und Kontrolle werden Waschen und Hygiene schnell zu einer negativen Erfahrung.

Die Kinder verbinden in solchen Fällen diese Tätigkeiten mit wenig erfreulichen Gefühlen und Erinnerungen.

Zudem warnen Kinderärzte vor allzu übertriebener Sauberkeitserziehung. Dies führe in manchen Fällen zu einem gestörten Körperverhältnis und im schlimmsten Fall auch zu Allergien.

„Ich versuche das Ganze gelassener zu sehen. Ich will nicht, dass mein Wunsch, Emma zur Sauberkeit zu erziehen für meine Tochter in Allergien endet.“

„Es ist also schon in Ordnung, wenn sie mal zerzaust und dreckig nach Hause kommt und nicht gleich ins Bad rennt. Allerdings – das zu akzeptieren hat etwas gedauert“, erklärt Uta grinsend.

„Aber ich habe erkannt, dass meine Handlungsweisen ein bisschen auf Emma abfärben. Ich gehe mit gutem Beispiel voran und Emma eifert mir von sich aus nach.“

„Das macht sie erst seit Kurzem“, erklärt Uta überrascht, „aber es freut mich natürlich umso mehr. Ich habe aufgehört, Emma zum Händewaschen zu zwingen, oder sich die Hand vorzuhalten, wenn sie niest.“

„Ich ermahne sie nicht mehr, mache das selbst aber konsequent. Nun fängt sie an, mich in dieser Hinsicht nachzuahmen. Und dann“, erzählt sie schmunzelnd, „wird sie gelobt. Ich sage ihr, dass ich stolz auf sie bin.“

„Wenn sie es nicht macht, sage ich nichts, sie wird nicht geschimpft, es gibt keine negativen Konsequenzen – nur halt auch kein Lob oder Zärtlichkeiten. Sie verbindet damit ohne Zwang und Druck etwas Positives mit Sauberkeit.“

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