Kinderlos glücklich?

Lebensglück ohne Kinder.

Ehepaare wünschen sich nicht immer Kinder.

Gesellschaftlich wird gerne diskutiert, ob ein gemeinsames Glück ohne Kinder möglich sein kann. Als ob Kinder nur deshalb da sein dürften, damit sie die Erwachsenen, sozusagen schon allein durch ihre Anwesenheit, glücklich machen.

In Wahrheit verhält es sich aber so, dass Erwachsene zum Glück der Kinder beitragen sollten  –  und nicht umgekehrt.

Kinder sind kein Mittel zum Glück, und immer mehr Paare entscheiden sich bewusst gegen das Kinderhaben. Kinderlose sind es keineswegs immer ungewollt.

Die Entscheidung für ein Miteinander beinhaltet ja auch im Falle einer Eheschließung noch lange keine Entscheidung für Nachwuchs.

Gesellschaftlich existieren zwar auch in Europa immer noch viele gesellschaftliche Erwartungen, mit denen sich vor allem Frauen konfrontiert sehen: Eine Entscheidung gegen Kinder wird vor allem bei Frauen als eher negativ beurteilt.

Paaren, die selbstbewusst auftreten und zu ihrer gewünschten Kinderlosigkeit ganz offen stehen, begegnet man oftmals mit Erstaunen.

„Kinder machen glücklich, weil glücklich machen glücklich macht“ ist zwar eine schöne Aussage in diesem Zusammenhang, diesen altruistischen Wert wollen viele Menschen aber nicht auf diese Weise auf sich nehmen. Dabei wird in ihrem Umfeld auch gerne übersehen, dass Kinderhaben reine Privatsache ist.

Glück ist …

Was glücklich macht, das ist bei jedem Menschen sehr unterschiedlich.

Manche gehen in ihrem Beruf völlig auf  –  Und wenn ein Beruf schon zu so etwas wie der Berufung geworden ist, kann es sein, dass etwas anderes gar keinen Platz mehr hätte.

Bei kinderlosen Paaren ist es oft auch so, dass die Beziehung zu zweit als so großes Geschenk erlebt wird, dass „noch jemand“ im Grunde nur stören würde. Kinderlos glücklich ist eine Lebensform, die häufig vorkommt, und für die sich niemand rechtfertigen muss.

Auch das gesellschaftlich vorherrschende Bild der „kinderlosen Egomanen“ ist kaum jemals aufrecht zu erhalten. Hier könnte man schon fast wieder argumentieren, dass der Wunsch nach einem oder mehreren Kindern im Grunde auch schon fast wieder egoistisch sein kann.

Die bewusste, gemeinsame Entscheidung eines Ehepaares für Kinderlosigkeit gilt als immer noch relativ neues Phänomen. Diese Entscheidung kann zahlreiche Gründe haben, die nicht immer auf die jeweiligen eigenen Kindheiten zurückgehen müssen. Aber niemand sollte seine Entscheidung quasi „öffentlich begründen“ oder sich gar rechtfertigen müssen.

Ihr persönliches Lebensglück beziehen sehr viele Menschen aus dem Kinderhaben und dem „sie durch das Leben begleiten“. Aber gar nicht wenige Kinderlose beziehen ihr Lebensglück wiederum aus vielen anderen Dingen oder Tätigkeiten, die teilweise alles andere als „egomanischer Natur“ sind.

Kinder haben ist völlig in Ordnung  –  genau wie die Entscheidung gegen sie!

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