Kinder und Karriere – Teil 1

Kinder und Karriere – Zwei unter drei Jahre, keine Kinder oder Einzelkind?

Paare, die miteinander Kinder planen, finden nicht immer gleich auf einen gemeinsamen Nenner.

Gründe für oder gegen ein Kind beziehungsweise mehrere Kinder gibt es viele  –  und nicht immer handelt es sich dabei ausschließlich um finanzielle Gründe. Selbst die Entscheidung für eine Ehe stellt in der heutigen Zeit ja noch keine Garantie dafür dar, dass man diese Ehe mit einem oder auch mehreren Kindern krönen möchte.

Wichtig ist, herauszufinden, wie man sich das gemeinsame Leben vorstellt.

Sind Kinder ein weibliches Karriere-Aus?!

Ein häufig dargestelltes Argument gegen das Kinderhaben ist die Frage der beruflichen Vereinbarkeit  –  und diese Frage stellt man in erster Linie an die Frauen gerichtet.

Gesellschaftlich kommt es immer noch kaum vor, dass Männer sich bewusst für eine Karenzzeit entscheiden. Dabei handelt es sich aber nicht ausschließlich um eine Frage des persönlichen Wollens  –  Arbeitgeber haben meist wenig bis gar kein Verständnis für den männlichen Wunsch nach einer gemeinsamen Zeit mit dem Nachwuchs, egal wie kurz diese geplant ist.

Hinzu kommen die bekannten Einkommensunterschiede, die ebenfalls bei der Entscheidung, wer in Karenz geht, eine wesentliche Rolle spielen: Frauen verdienen nur allzu oft in denselben Jobs bei gleicher Arbeitsleistung immer noch gut 18 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Hinzu kommt, dass Teilzeitarbeit in Österreich und Deutschland immer noch als klassische „Frauendomäne“ gilt, hauptsächlich bei jenen mit Kindern.

Bei der gegenwärtigen Betreuungssituation für Kinder im Vorschulalter, und hier wiederum vor allem für Kinder unter drei Jahren, ist für Frauen, die als Mütter gesellschaftlich überwiegend als „Hauptverantwortliche“ gelten, eine Tätigkeit die über Teilzeit hinaus geht aber ohnehin schwer zu vereinbaren.

Kinder bedeuten im Grunde tatsächlich für die überwiegende Mehrheit der Frauen (vorerst) ein echtes Karriere-Aus. Selbst drei Jahre berufliche Auszeit haben gravierende Folgen  –  und in diesem Fall auch für die wenigen Männer, die sich zur Karenz entschlossen haben.

Die Entscheidung für ein Kind hat Folgen

Kinder sollte man sich leisten können. Die Entscheidung für ein Kind hat Folgen  –  das ganze Leben wird total aufgewirbelt, und plötzlich sehen viele Dinge anders aus als zuvor.

Man sollte Kinder aber nicht immer nur als „Problem“ oder überhaupt gleich als Entscheidung mit negativen Folgen und enormen Nachteilen sehen! Und das gilt auch für die Vereinbarkeit eines oder mehrerer Kinder mit der Karriere.

Kinder gelten zwar nicht umsonst als „Armutsfalle“. Aber: Manches Elternteil erkennt plötzlich ganz neue Prioritäten, und auch ganz neue Wege.

So manche Mama kommt über den „Umweg“ Kind plötzlich doch noch zum eigentlichen Traumberuf und startet eine ganz neue Karriere in einem Bereich, der ihr zuvor verschlossen war!

Kinder stellen zwar eine enorme Verantwortung dar. Manchmal fühlt man sich genervt und würde am liebsten drei Wochen Urlaub vom Leben mit Nachwuchs nehmen.

Aber all das ist dann letztlich nichts gegen all die schönen Momente, die man mit seinem Kind beziehungsweise seinen Kindern haben kann. Mit Kindern erlebt man vieles, wofür einem sonst nur allzu oft die Augen verschlossen bleiben würden.

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