Herbstgrippe vorbeugen

Wenn Wind, Regen und kalte Temperaturen Einzug halten, beginnen bei vielen die ersten grippalen Infekte bzw. Erkältungen. Vor allem in Familien sind dann nach der Reihe alle krank, durch den engen Kontakt entkommt meist keiner einer Erkrankung. Vorbeugend lässt sich allerdings bereits einiges unternehmen, um Grippe und Co. keine Chance zu bieten,sich im eignen Körper breit zu machen.

Thomas und Anna leben seit drei Jahren gemeinsam in einer gemütlichen Wohnung, kennen sich schon seit 10 Jahren und sind von Anfang an ein Liebespaar gewesen. Inzwischen kennen sie einander in- und auswendig. Auch was die Gesundheit angeht. „Ich merke schon immer beim kleinsten Hüsteln, ob Thomas krank wird oder nicht. Wenn sein Husten eine bestimmte Klangfarbe annimmt, kann man davon ausgehen, dass er in den nächsten tagen eine Erkältung haben wird. Was für mich bedeutet: ich werde auch krank,“ seufzt die junge Frau.

„Wir haben einen gemeinsamen Alltag, schlafen im selben Bett und tauschen gerne Zärtlichkeiten aus. Da bleibt es irgendwie nie aus, dass Bakterien und Co. vom einen zum anderen hüpfen. Das blieb uns noch nie erspart“, erzählt sie leicht genervt. „Wobei,“ gibt sie verlegen zu, „es auch daran liegen kann, dass mein Immunsystem wohl nicht das beste ist. Ich bin ein kleiner Couch-Potato, bewege mich nur, wenn ich muss. Ich bin nicht so oft im Freien. Da kann es schon sein, dass ich auch einfach anfälliger bin.“ Dieses Jahr hat sich Anna vorgenommen, etwas dagegen zu unternehmen. „Ich verlagere meine Couch mal nach draußen“, lacht sie.

Luft Holen

Frische Luft erholt nicht nur, sie ist auch gesund. Bei kleinen oder großen Spatziergängen kommt das Immunsystem so richtig in Schwung, der ganze Körper atmet tief durch und erhält Energie. Das hat auch Anna erkannt. „Ich gehe vor der Arbeit nun immer für ein halbes Stündchen durch den Park, der bei uns gleich um die Ecke liegt. In der Früh ist da nicht so viel los, ein paar alte Damen mit Hund sind unterwegs. Ansonsten ist es aber ruhig, ich kann den Tag langsam und geruhsam angehen und mich auf meine Arbeit einstimmen. Ich jogge nicht, sondern gehe einfach ganz locker durch den Park, nur zum Luft holen.“ Anna macht der morgendliche Gang durch den Park nicht nur Spaß, sondern er scheint auch zu wirken.

„Durch den sanften Start ind en Tag  bin ich, sobald ich in der Arbeit ankommen, viel lockerer und wacher. Seit ich mir diese halbe Stunde am Morgen gönne, scheine ich sehr viel mehr Energie zu haben. Ich bin halt dann einfach wach“, lacht sie. Doch damit nicht genug: Anna hat auch begonnen, regelmäßig Sport zu treiben.

„Ich mache das nicht um abzunehmen“, sagt sie locker. „Ich gehöre zu den Menschen, die Essen können so viel und was sie wollen, ohne zuzunehmen. Da bin ich sehr froh drüber. Ich muss also keinen Sport machen. Aber ich will es.“ Annas wurde geraten, ihren Kreislauf und ihr Immunsystem mit Sport etwas in Schwung zu bringen. Was sie nach langem Zögern dieses Jahr nun endlich umsetzen will.

„Ich habe erst vor kurzem angefangen in ein Fitnessstudio zu gehen und habe mich noch nicht so ganz daran gewöhnt, das regelmäßig zu machen. Aber es ist spaßig, die Leute im Studio sind sehr nett und hilfsbereit und ich merke schon, wie ich auf Trab komme. Insgesamt fühle ich mich auch schon nach dieser relativ kurzen Zeit etwas gestärkter und weniger anfällig und schwächlich. Da bleibe ich auf jeden Fall dran“, erklärt sie strahlend. Im Herbst und Winter gilt es dann allerdings darauf zu achten, sich nach dem Sport direkt abzuduschen.

„Ich bin ja eigentlich kein Fan von Gemeinschaftsduschen, das fand ich schon immer doof“, lacht sie. „Allerdings möchte ich nicht, dass ich mir durch den Sport dann eine Erkältung einhole, weil ich total verschwitzt in die kühle Abendluft hinausmarschiere und von jetzt auf gleich total abkühle. Da dusche ich lieber im Fitnessstudio und gehe dann wohlig gewärmt aber nicht verschwitzt nach Hause. Weil wenn ich schon Sport mache, dann muss es sich lohnen und nicht genau das eintreten, was ich verhindern will“, lacht Anna.

Frischer Duft für zu Hause

Auch in den eigenen vier Wänden hat Anna Veränderungen eingeführt. „Ich habe mich ein bisschen schlau gemacht, was man denn zu Hause noch machen kann, um das Immunsystem zu unterstützen und zu stärken. Dann hab ich gelesen, dass man mit Lavendel- und Eukalyptusdüften wohl auch so einiges erreichen kann“.

Die ätherischen Öle, welche im Lavendel enthalten sind, sollen eine desinfizierende Wirkung entfalten. „Ich habe kurzerhand in fast jedem Zimmer ein Duftlämpchen platziert und mir Lavendelöl besorgt. Wenn Thomas nicht da ist, zünde ich die Lämpchen immer an und lasse mich vom herrlich frischen Duft einlullen. Es riecht echt gut, und wenn’s auch noch hilft, umso besser“, grinst Anna.

„Zusätzlich habe ich mir auch Eukalyptusöl besorgt. Das soll das Immunsystem schützen und Erkältungen bis zu einem gewissen Grade vorbeugen. Also  nehme ich jetzt öfters mal Entspannungsbäder in Eukalyptusessenzen. Ob das wirkt, weiß ich nicht, aber es entspannt mich auf jeden Fall“, lacht sie. „Ich fühle mich danach erholt und wohlig warm und kann anschließend super schlafen. Und Schlaf ist ja auch gesund“, zwinkert Anna.

Wechselbad der Gefühle

Und noch etwas hat sich Anna zur Gewohnheit gemacht, wenn auch mit regelmäßigem Abscheu davor: „So oft ich mich dazu zwingen kann, mache ich Wechselduschen“, erklärt sie schaudernd. „Eigentlich bin ich ein echter Warmduscher, ich bin viel zu verweichlicht, um mir morgens oder zu irgendeiner Tageszeit eine richtig kalte Dusche zu verpassen. Aber nachdem das ja angeblich den Kreislauf stärken und anregen soll, versuche ich das nun hin und wieder einzubauen. Und das obwohl’s mir echt nicht leicht fällt“, erzählt Anna.

„Nach den Wechselduschen fühle ich mich herrlich, total flott und munter. Aber bis ich mich dazu durchringe, das echt durchzuziehen stehe ich schon mal ein Weilchen unter dem warmen Wasserstrahl“, lacht sie. Danach gönne ich mir immer einen tollen Früchtetee, dann ist alles wieder gut.

Auch in punkto Ernährung hat sich Anna ein bischen auf die Jahreszeit eingestellt. „Ich liebe Obst und Gemüse sowieso und gerade jetzt im Herbst versuche ich, relativ gesund zu leben, damit ich genügend Vitamine abbekomme, und so eventuell der Erkältung entgehe. Wenn ich meine Immunabwehr mit Obst und Co. unterstützen kann, dann mach ich das doch gerne. Das ist nämlich viel einfacher und angenehmer als Wechselduschen oder Sport. Essen kann ich“, lacht sie.

Insgesamt hat Anna eine gute Kombination aus Sport, Ernährung und Entspannung für sich gefunden, um ihren Körper zu stärken. Und es geht ihr gut dabei. „Ich fühle mich richtig wohl. Ob die ganzen Sachen fruchten, sehe ich, sobald Thomas die erste Erkältung nach Hause bringt. Aber auch falls ich trotzdem krank werden sollte, bleib ich bei dieser Mischung. Denn es tut mir einfach gut und ich fühle mich besser als zuvor!“

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