Familienplanung

Wenn Paare sich ein Kind wünschen, um ihr Glück komplett zu machen, ist es gut über ein paar Dinge Bescheid zu wissen.

Eine Schwangerschaft ist nicht weniger als ein Wunder –  ein neuer Mensch entsteht.

Viele Paare widmen sich erst bei Kinderwunsch dem Thema Fruchtbarkeit und damit auch der Frage, ob ihr Lebensstil gesund ist und eine mögliche Fortpflanzung daher begünstigt: Ei- und Samenzellen mögen es gerne „gesund“, das heißt, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und viel Schlaf werden spätestens jetzt hochaktuell.

Besser wäre es natürlich, dass dieser gesunde Lebensstil schon vor dem Kinderwunsch aktuell war.

Das richtige Timing

Für eine Schwangerschaft ist es entscheidend, einen optimalen Zeitpunkt zu erwischen: Wenn befruchtungsfähige Spermien auf eine befruchtungsfähige Eizelle treffen, ist eine Schwangerschaft möglich.

Das ist aber nur an wenigen Tagen im Monat der Fall, da es nur an wenigen Tagen im Monat im Körper der Frau eine befruchtungsfähige Eizelle gibt (Monatszyklus). Es ist daher wichtig, diesen Zeitpunkt möglichst zu kennen.

Normalerweise bildet der weibliche Körper einmal pro Monatszyklus eine reife Eizelle  –  nach dem Eisprung bleibt diese etwa 24 Stunden befruchtungsfähig.

Spermien überleben im Körper der Frau zwei bis fünf Tage (in manchen Fällen auch sieben).

Bei Kinderwunsch beginnt der optimale Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr daher zwei Tage vor dem Eisprung und endet einen Tag nach diesem. Da der exakte Zeitpunkt des Eisprungs schwierig zu berechnen sein kann, gilt daher als Faustregel, dass in einem 28-Tage-Zyklus die günstigste Zeit für eine Empfängnis zwischen dem neunten und dem 16.Zyklustag liegt.

Abweichungen sind jedoch möglich  –  schläft ein Paar alle zwei bis drei Tage miteinander, „erwischt“ es in aller Regel die fruchtbaren Tage, ohne diesen wirklich besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Wartezeiten sind normal

Natürlich gibt es auch jene, bei denen es gleich beim ersten Mal klappt. Allerdings ist es normalerweise so, dass Wartezeiten gegeben sind  –  es ist nicht unbedingt so, dass eine Schwangerschaft sofort eintritt, wenn man nicht mehr verhütet.

Schwanger werden ist ein komplexes Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren und erfordert nur allzu oft einfach ein wenig Geduld.

Gehen Sie am besten entspannt an die Sache heran!

Übrigens leben wir mittlerweile in einer Zeit, in der auch die übertriebene Panik vor dem „Ticken einer imaginären inneren Uhr“ nicht mehr angebracht ist.

Viele Frauen bekommen aus den verschiedensten persönlichen Gründen (Finden des richtigen Partners, Warten auf den optimalen Zeitpunkt, lange Ausbildungszeiten, berufliche Gründe, …) wesentlich später ein Kind, als dies früher üblich war. Heute kann man auch mit 40 Jahren oder später noch problemlos ein gesundes Kind bekommen!

Übrigens ist es nicht so, dass „späte Mütter“ beziehungsweise „späte Eltern“ mehr der Gefahr ausgesetzt sind als „junge Mütter“ beziehungsweise „junge Eltern“, ein behindertes Kind zu bekommen. Bei dieser Behauptung handelt es sich um einen Mythos, der auch wissenschaftlich nicht einhellig belegt werden kann.

Wichtig ist, dass man auf seinen Körper und sein seelisches Befinden achtet, sich vernünftig ernährt und Stress auf ein gewisses Minimum reduziert.

Bei unerfülltem Kinderwunsch

Bei unerfülltem Kinderwunsch ist es sinnvoll, dies bei beiden Partnern ärztlich abklären zu lassen, eventuell auch in einem reproduktionsmedizinischen Zentrum, wo man Ihnen zudem verschiedene Wege „zum Kind“ aufzeigen kann (beispielsweise künstliche Befruchtung). Es muss nicht an Unfruchtbarkeit liegen.

Trotz Kinderwunsch nicht schwanger zu werden, kann viele Ursachen haben, die man unbedingt abklären lassen sollte! Es kann sich auch „nur“ um Stress handeln.

Wenn man möchte, kann man auch versuchen, mit Hilfe einer Beratung der Motivation des Kinderwunsch auf den Grund zu gehen sowie den Hoffnungen nachzuspüren, die man an die Geburt eines Kindes knüpft.

Möchte man keine künstliche Befruchtung oder bleibt der Erfolg dieser aus, ist eine Auseinandersetzung mit Alternativen sinnvoll. Eine Adoption oder ein Lebensmodell ohne Kind – beiden Fragen sollte man sich spätestens jetzt hinreichend widmen.

Es muss nicht immer „das eigene biologische Kind“ sein. Wer sich wirklich sehnlichst ein Kind wünscht, kann auch mit seinem „Herzenskind“ sehr glücklich werden.

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