Baby’s Erstausstattung – ein kleiner Ratgeber

Bettchen, Decken, Löffelchen, Teller, Strampelanzüge, Spielzeug, Wickelkommoden, Badewannen,… Die Liste der Dinge, welche vor und nach der Geburt eines Babys anzuschaffen sind, scheint schier unendlich zu sein. Was braucht man wirklich? Was ist schon vor der Geburt nötig, was kann auch nach der Geburt noch erledigt werden? Und was sollte man keinesfalls vergessen?

In Deutschlands Frauenarztpraxen spielen sich mitunter ähnliche Szenen ab. Werdende Mütter sitzen in den Wartezimmern, unterhalten sich darüber, was kurz vor der Geburt noch erledigt werden muss, welche Utensilien sie sich noch besorgen müssen, um dem neuen Erdenmenschen einen schönen Start ins neue Leben zu ermöglichen.

Oftmals herrscht Unsicherheit darüber, was wirklich nötig ist, welche Accessoires lediglich Spielereien sind und welche Anschaffungen für die Sicherheit der kleinen Racker sorgen. Melanie ist eine der werdenden Mütter. Auch sie macht sich Gedanken darüber, ob sie an alles gedacht hat. „In drei Wochen ist es hoffentlich soweit. Ich kann die Geburt meines ersten Kindes gar nicht mehr erwarten. Allerdings mache ich mir auch Sorgen, dass ich etwas Wichtiges vergessen haben könnte. Mein Mann und ich haben schon ein Kinderzimmer eingerichtet, ich hoffe wir haben nichts übersehen.“

Kostenfaktor bedenken

Zuallererst gilt es allerdings, die Kosten zu überschlagen und zu kalkulieren, welche Anschaffungen machbar sind, und welche erst einmal ausgeklammert werden müssen. Kleidung, Nahrung, Möbelstücke etc. sind ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, der im Vorhinein überschlagen werden sollte, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Im Zuge dessen sollte man sich auch bewusst machen, welche Utensilien tatsächlich nötig sind. Außerdem empfiehlt es sich, Familie und Freunden mitzuteilen, welche Dinge benötigt werden und welche schon vorhanden sind. Generell werden zu Geburten von Bekannten und Verwandten gerne Geschenke verteilt, damit es hierbei nicht zu Überschneidungen kommt, bieten sich Listen bzw. Hinweise an die Familienmitglieder und Freunde an.

„Ich wurde von allen Seiten mit Fragen bestürmt, was ich denn noch für meinen kleinen Jonas brauchen würde. Daher habe ich mir eine kleine Auswahl an Dingen zusammengeschrieben, die ich selbst noch nicht angeschafft habe, aber noch benötigen würde. Meine Freunde waren dankbar über die präzisen Hinweise und ich war froh, dass ich das nicht auch noch selbst kaufen musste. Denn die Kosten für eine komplette Baby-Ausstattung sind nicht ohne.“

First Steps – Erstausstattung

Transport Pflege/ Nahrung Stillen Wickeln Kleidung
  • Kinderwagen
  • Babysitz fürs Auto
  • evtl. Tragetuch
  • Thermometer zur Kontrolle der Wassertemperatur
  • Waschschüssel
  • weiche Waschlappen
  • weiche, große Handtücher
  • Nagelschere
  • Anfangsnahrung
  • Fläschchen und Sauger
  • Milchnahrung, sanften Tee (wenn derlei Zugaben nötig sind)
  • Still-BH
  • Bequemes (Still-) Kissen
  • Windeln
  • Wickelkommode oder geeignete Wickelauflage
  • Puder/Creme
  • evtl. Wärmelampe
  • Wäschekorb
  • Windeleimer

 

  • Strampler
  • Body
  • Strumpfhosen
  • Hosen
  • Baumwollpullis
  • Mützen
  • Jäckchen
  • Mulltücher
  • Je nach Jahreszeit geeignete Zusatzkleidung

Vor allem was die Kleidung betrifft, herrschen oft Unsicherheiten. Welche Stoffe eignen sich, was verträgt das Baby? Daneben soll es natürlich auch niedlich aussehen und farblich zum Gesamtkonzept „Baby“ passen. So süß manche Kleidungsstücke auch aussehen, sollte man hier aber eines bedenken: Babys sollen sich wohl fühlen, Platz zum Strampeln und Bewegen haben. Rüschen und Applikationen können hier oftmals stören und die Babys einschränken. Daher lieber auf Funktionalität achten und die eigenen Mode-Wünsche etwas nach hinten stellen. Fokus sollte auf der guten, natürlichen Qualität und dem Wohlfühlfaktor der Kleidung liegen.

Kleidungssuche

Auch Melanie hat sich von ihren eigenen Wünschen, was die Babybekleidung betrifft, verabschiedet. „Ich wollte ja unbedingt alles in blau, mit weißen Elefanten- oder Piratenmustern. Je mehr Rüschen desto besser. Bis mir meine Mutter sagte, dass ich das zwar schön finden würde, Jonas hingegen kaum. Die Rüschen würden ihn kratzen, sobald er kleckert, würde sich alles unschön verfärben. Und bei jeder Bewegung würde etwas rascheln. Das wäre nicht Jonas-freundlich“, lacht Melanie verlegen. Hauptaugenmerk bei der Bekleidung lag anschließend auf folgenden Punkten:

  • Nur Kleidung kaufen, welche pflegeleicht ist und in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Babykleidung, welche aufgrund aufwendiger Verzierungen und Applikationen nur per Hand gewaschen werden kann, ist unpraktisch und wenig sinnvoll.
  • Robuste Babykleidung bevorzugen. Da Babykleidung prinzipiell oft gewaschen werden muss, sollten die Stoffe robust sein und Kochwäsche vertragen. Zudem sollten sie die Haut der Babys nicht reizen, Baumwollstoffe eignen sich besonders gut.
  • Bei dem Kauf der Kleidung am besten mit allen Sinnen vorgehen. Wenn die Babykleidung chemisch riecht, am besten die Finger davon lassen. Kratzt der Stoff unangenehm auf der Haut bzw. ist dieser rauh, ebenfalls Finger weg.
  • Babykleidung niemals zu klein kaufen. Babys bewegen sich viel, strampeln, greifen in die Luft. Die Kleidung sollte dies alles zulassen und das Baby nicht einschränken. Zudem wachsen die Kleinen schnell. Zu keine Kleidung würde hier nur einengen. Babykleidung darf ruhig locker sitzen.

Neben einem lockeren Sitz und natürlichen Stoffen gilt vor allem eines: Auf Überhitzung achten. Vor allem Nachts tendieren gerade junge, unerfahrene Mütter dazu, ihr Baby schön warm und fest einzupacken, damit der kleine Racker nicht friert. Fakt ist allerdings, dass solch eine Vorgehensweise für das Baby unangenehm und unvorteilhaft ist. Schnell kann es zu einer Überhitzung kommen, das Baby fühlt sich eingeengt und bekommt kaum frische Luft an seine Haut. Daher gerade nachts auf leichte Baumwollstrampler und lockere Decken achten.

„Ich habe hier von den Erfahrungen meiner Mutter profitiert. Denn habe schon vorsorglich dicke Decken und warme Kleidung besorgt. Bis mich meine Mutter aufgeklärt und erzählt hat, dass ihm so wahrscheinlich viel zu heiß würde und an einen guten Schlaf so nicht zu denken sei.“

Roll Baby, roll…

Neben der Kleidung ist vor allem der Kinderwagen einer der wichtigsten Bestandteile der Erstausstattung. Er begleitet Mutter, Vater und Baby durch den Alltag, sollte also an die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Familie angepasst sein. Hier lohnt sich zwar ein Preisvergleich, dennoch sollte hier nicht gespart werden. Eine sichere, stabile Ausstattung ist ebenso wichtig, wie bequeme und mühelose Fahreigenschaften des Kinderwagens.

Soll der Wagen wendig und leicht im Stadtverkehr zu bewegen sein? Oder sollte der Wagen auch im Gelände bestehen und dank profilierten Reifen auch im Grünen leicht zu bändigen sein? Wo spielt sich der Familienalltag ab? Soll er viel Stauraum bieten oder eher klein gehalten sein? Hier gilt es, die eigenen Anforderungen genau zu definieren, Erfahrungen einzuholen und Modelle zu vergleichen.

Die Entscheidung, welchen Kinderwagen man letzten Endes mit nach Hause nimmt, sollte nicht übereilt werden. „Den richtigen Kinderwagen zu finden, war die größte Hürde. Ich bin gerne in der Natur, bin auf meinen Inlines unterwegs. Dennoch muss er auch im Stadtverkehr glänzen. Um das richtige Modell zu finden, habe ich mir Zeit gelassen und verschiedene Modelle auf deren Alltagstauglichkeit getestet. Mit meinen jetzigen Modell bin ich rundum zufrieden. Ich hoffe, Jonas wird das auch sein. Ich bin gespannt, was er zu seiner Erstausstattung sagen wird!

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