Alleinerzieherinnen-WGs Eine gute Idee?

Wer mit seinem Kind alleine ist, aber weder auf Verwandte noch auf Freunde zählen kann, und auf den anderen Elternteil schon gar nicht, hat es im Alltag schwer. Horrende Mieten, und dazu der tägliche Stress  –  das Kind muss von der Kita abgeholt werden, nach der Schule betreut werden, die Arbeit, Kochen, Spielen mit dem Nachwuchs, und schon wieder ein Elternabend…

Viele Alleinerziehende wünschen sich in diesem Moment Gleichgesinnte. Wer die Probleme des „Alleinerziehens“ und all die möglichen Reaktionen in der Gesellschaft kennt  –  von Mitleid bis zu abschätzigen Blicken ist da das komplette Repertoire menschlicher Verhaltensweisen dabei –  wünscht sich mitunter, jemand zu treffen, der weiß, wie es sich anfühlt, wenn man von vielen anderen Müttern der Kita gemustert wird. Mit diesem „ganz speziellen“ Blick.

Jemand anderen, der in etwa dieselben Probleme hat, und mit dem man sich zusammentun könnte, um es doch noch zu zweit „gebacken zu bekommen“…

Erwachsene plus Kinder = Glück und ewiger Sonnenschein?

Die Idee, sich wie in Studentenzeiten zum Leben in einer WG zu entschließen, hat sicher auch Vorteile. Sind die Kinder und Elternteile in etwa im gleichen Alter, kann man so vielleicht auch Freundschaften schließen, die lange halten: Praktisch ewig.

Sofern man auf derselben Wellenlänge ist, auch in Punkto Erziehung der Kinder gleiche Ansichten vertritt, und auf faire Teamarbeit setzen kann (und zwar dauerhaft!), profitieren alle Seiten!

Die Kinder wachsen so in einer kreativen Art von Familie auf, erleben das lustige Miteinander in einer Art „Geschwisterverband“ und erfahren eine Menge Geborgenheit.

Man spürt, dass man nicht ganz alleine ist mit dieser oft schwierigen Situation, und erfährt günstigstenfalls eine echte Unterstützung. Wer sich auf langfristige Planungen einigen kann, die für alle Seiten funktionieren und von Vorteil sind, gewinnt!

Allerdings muss man auch darauf achten, dass sich nicht stattdessen „die Probleme addieren“. Stress mit dem Ex mal 2… Besser nicht.

Vermieter sind nicht immer erfreut

Da bei der Wohnungssuche weder Tiere noch Kinder wirklich hilfreich sind, ist eine WG aus zwei oder drei Elternteilen plus mehrere Kinder meist ausgesprochen schwierig in die Tat umzusetzen. Allerdings sind die Mieten aktuell so hoch, dass man sich als Alleinstehender schwer tut  – und mit Kind umso mehr!

Vermieter reagieren meist mit wenig Begeisterung. Zwei Erwachsene, die miteinander eine WG gründen möchten, und dazu auch noch Kinder mitbringen: Das erscheint manchem suspekt!

Aber auch die MieterInnen in spe sollten vertraglich genau festhalten, wer welchen finanziellen Beitrag leistet. Gut ist auch, hierfür eventuell auch auf einen Anwalt zurückzugreifen, der beratend zur Seite steht.

Eine Idee wäre, außerdem zeitliche Fragen schriftlich festzuhalten  –  wer wann für die Kinderbetreuung zuständig ist, beispielsweise.

Links:

www.amiKio.de: Portal für Alleinerziehende. Hier kann man auch auf WG-Suche gehen, oder ein eigenes Suchinserat im Forum „Wohnen“ schalten!

 

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